September 01: Kombucha fermentieren

Was ist Kombucha und was hat ein Bakterienhaufen mit deiner Energie zu tun?

Du kennst Kombucha sicher aus dem Supermarkt. Bunte Flaschen mit vielen Gesundheitsversprechen und noch mehr Zuckerzusätzen versteckt als Zucker, Glucose, Fructose oder so ähnlich. Das ist nicht das worum es hier geht. Ich spreche von echtem Kombucha, den man nicht pasteurisiert fertig in Flaschen kaufen kann, oder aber selber fermentieren.

Kombucha selbst angesetzt siehst du auf dem Foto zum Artikel. Erinnert dich das auch an ein schräges Alien, das ein verrückter Wissenschaftler eingefangen hat? Es handelt sich um eine Ansammlung aus probiotischen Bakterien und Hefen, die ein relativ festes Gebilde entstehen lassen, den so genannten Teepilz oder Scoby. Wenn du einen solchen hast und etwas Starterflüssigkeit, dann kannst du dein eigenes probiotisches Getränk herstellen.

Warum sollte ich mir denn so ein Alien anschaffen und dann auch noch liebhaben und pflegen?

Hier geht es um Energie. Nicht nur Strom und Wärme, sondern vor allem auch um deine Energie. Der Winter steht vor der Tür und du brauchst alle Abwehrkräfte, die du kriegen kannst. Hier kommen Probiotika ins Spiel. Dein Darm braucht die, damit er dich richtig gut vor Krankheitserregern schützen kann. Der selbstgemachte Kombucha beinhaltet die und zusätzlich schmeckt er auch noch klasse.

Mit sehr wenig Aufwand kannst du aus schwarzem Tee mit Zucker ein spritziges probiotisches Getränk machen, das kaum noch Zucker enthält, weil die Bakterien und Hefen sich durch den Zucker und die Stoffe im Tee ernähren. Kombucha enthält zusätzlich zu den Probiotika die Vitamine C, B 1, 2, 3, 6 und ev. auch 12 und D, E und K.

Selbst gemacht kostet es dich nicht viel, also weder Zeit noch Geld und du sparst dir die Flaschen-Schlepperei beim Einkauf.

Wo krieg ich denn alles her, wenn ich das ausprobieren will?

Zum Ausprobieren lass dich bitte nicht dazu verleiten alle Utensilien zu kaufen, die so angeboten werden. Das ist ein bisschen wie beim Kinderkriegen. Wenn du alles kaufst, was dir die anderen sagen, dann hast du keinen Platz mehr im Kinderzimmer, um das Baby unterzubringen.

Du brauchst einen Teepilz, also Scoby, Starterflüssigkeit, ein Glasgefäß und ein paar Flaschen, die dicht abschließen, oder auch einfach Einmachgläser. Zum Ansetzen bio Schwarztee oder Grüntee ohne Öle (also z.B. keinen Earl Grey), und Zucker, entweder Rohrohrzucker oder auch weißen Zucker.

Wenn du mutig bist kannst du auch versuchen dir selbst einen Scoby zu züchten aus einer nicht pasteurisierten Flasche Kombucha, aber dafür solltest du dich vorher echt gründlich zum Thema informieren. Einfacher ist es sich übers Internet einen Pilz zu organisieren. Es gibt einige Facebook Seiten zum Thema, dort werden auch immer wieder Scobys angeboten.

Die bis jetzt beste kommerzielle Seite zu dem Thema ist meiner Meinung nach Fairment. Ich verlinke sie hier, übernehme aber natürlich keinerlei Haftung für deren Inhalte.

 

Ich freue mich, wenn du mir auf Facebook Fotos von deinen Experimenten schickst und mir schreibst, wie es dir mit deiner Brauerei geht. Rezepte und Tipps sind natürlich auch jederzeit gerne gesehen.

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